| Mein Gehirn in der Wolke |
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| Geschrieben von: Ottmar Neuburger |
Mein Gehirn in der Wolke
Evernote ist ein geniales Programm, mit dem Sie Informationen wie Rechnungen, Zeitungsartikel, Fotos, Notizen, SMS, eigentlich alles, was Ihnen im Leben unterkommt speichern und wieder finden können. Evernote ist eine Cloud-Computing-Anwendung und dadurch überall verfügbar wo es Internet gibt.
Haaa? Häää? Cloudcomputing? Evernote? Okay, eins nach dem anderen. Beim Cloudcomputing, eingedeutscht Wolkenrechnen, ist nicht mehr der Computer auf dem Arbeitsplatz der Speicher unserer Daten und Rechenknecht, der die Programme ausführt, sondern alle Daten die ich speichern will, werden im Internet gespeichert, sortiert und berechnet. Für uns als Annwender ist dabei wichtig, dass es nicht mehr entscheidend ist, mit welchem Gerät (z.B.: PC, I-Phone) wir arbeiten, sondern nur, dass das Gerät mit dem Internet verbunden ist. Mein Computer muss mir nur über das Display einen Blick ins Internet ermöglichen und einen Weg bieten, wie ich meine Daten ins Internet schicken kann.
Durch Cloudcomputing mit Evernote haben Sie Ihre Daten immer und überall. Gleichgültig ob ich an meinem Arbeitsplatz in der Firma Texte in den PC tippe oder von zuhause Notizen zu einem Projekt mache. Ich kann eine SMS oder E-Mail an Evernote schicken oder mit einem Stift eine Notiz über das Smartfon in Evernote ablegen. Alles landet im Internet und überall wo ich bin, kann ich mit dem Computer oder Handy meine Daten abrufen oder versenden. Evernote ist ein Programm, das gemacht wurde um jede Art von Informationen zu speichern und immer und überall verfügbar zu machen. Jede Art von Informationen hört sich gut an, aber wie geht das? In Evernote speichern Sie Texte, Bilder, Videos, Tonaufnahmen, Bookmarks und Clippings. Clippings, das sind Ausgewählte Bildschirmbereiche. Sie markieren über ein kleines Zusatzprogramm einen Bereich, den Sie gerade auf dem Bildschirm sehen, z.B. den Teil oder gleich eine ganze Internetseite, drücken auf eine Art Auslöser und ein „Foto“, des von Ihnen gewählten Ausschnittes wird in Evernote gespeichert. Also alles, egal ob über die Tastatur getipptes, mit der Handycam fotografiertes, Gescanntes oder Gesprochenes wirft man in die „Datenschachtel“ von Evernote.
Evernote analysiert die empfangenen Daten und sortiert sie selbstständig. Was passiert dann? Daten speichern ist eine Sache, Daten finden, wenn man sie braucht eine genauso wichtige. Damit man die Daten findet wenn man sie braucht bietet Evernote eine ganze Reihe von Hilfsmitteln. Beim „Abspeichern“ kann man natürlich dem gespeicherten Objekt einen Namen geben. Zum Beispiel „Hotelbuchung für Skiurlaub im Februar 2009“ das ist nicht neu und konnte ich man auch schon mit Word machen. Zusätzlich kann ich das Objekt mit einem Tag versehen. Tags, das sind Schlagworte, die ich im Laufe der Zeit anlege und über die ich dann meine Dokumente und Objekte suchen kann. In diesem Beispiel würde ich die Tags: Urlaub, Ski, Buchung anklicken, um im Bedarfsfall meine Buchung schnell wieder zu finden. Ich kann auch noch für meine Dokumente, Gedanken und Aufgaben verschiedene Notizbücher anlegen. Für dieses Objekt würde sich das Notizbuch Urlaub eignen, in dem ich das Objekt ablege. Ein Bereich an der rechten Seite des Programms zeigt mir eine Zeitleiste, die mir zeigt, wann ich Objekte abgelegt habe, so dass ich, wenn ich eine Ahnung davon habe, wann ich ein Objekt gespeichert habe, auch über dieses Hilfsmittel mein Dokument oder Objekt wieder finden kann. Sobald das Objekt gespeichert ist, was automatisch passiert, versucht das Programm selbstständig den Sinn des Objekts zu erkennen. Ist es ein Text, dann liest das Programm jeden Buchstaben und merkt sich, was, wo steht. Habe ich ein Foto gespeichert, so untersucht das Programm das Foto danach, ob es auf dem Foto etwas erkennen kann, das wie Text aussieht und das Programm merkt sich dann, in welchem Bild welche Buchstaben vorgekommen sind. Zum Beispiel habe ich ein Foto, auf dem ein Schild mit dem Wort „Sport“ zu sehen ist, das Programm wird mir genau dieses Foto zeigen, wenn ich Sport als Suchbegriff eingebe. Ich kann aber auch Quittungen, wichtige Dokumente oder handschriftliche Notizen einfach fotografieren und in Evernote ablegen. Evernote liest den Inhalt des auf dem Foto abgebildeten Dokuments und ich kann es im Handumdrehen finden.
Weniger Stress im Café. Bin ich in einem Café und lese gerade einen Artikel in einer Zeitschrift, der mich interessiert, dann muss ich nicht mehr heimlich die Seite aus der Zeitung reißen. Ich mache ein Foto mit meinem Handy, sende es an Evernote und finde den Artikel jederzeit wieder, ob bei mir daheim am Computer, meinem Arbeitsplatz oder im Internetcafe. Ich kann mir ein Notizbuch „Quittungen“ einrichten, in das ich von den benötigten Belegen eine Fotografie ablege. Evernote sortiert und speichert im Internet alles ab. Wenn ich dann meine Buchhaltung mache, kann ich mir entweder chronologisch, nach den von mir vergebenen Schlagworten oder dem von Evernote erkannten Inhalten, sortiert die Belege anzeigen lassen und in meinem Buchhaltungsprogramm verbuchen. Evernote ist mein persönlicher Speicher, überall verfügbar, mit Sortier und Suchmöglichkeiten, die nicht nur erfassten Text berücksichtigt, sondern auch jede Art von Fotos, Videos und in Zukunft auch Tonaufnahmen. Doch damit nicht genug, durch die Zeitleiste am rechten Bildschirmrand kann ich mich jederzeit durch die Vergangenheit „scrollen“ um mich an vergangene Zeiten zu erinnern und eventuell unerledigte Dinge zu entdecken. In meinen Augen eine der nützlichsten neuen Internetanwendungen.
Plus:
Minus:
Evernote finden Sie unter der Internetadresse: www.evernote.com |



